Am 15. Dezember 2024 führte Apostel Gert Opdenplatz einen besonderen Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche in Mainz durch. Neben der adventlichen Botschaft standen auch neue Aufgaben und Amtseinsetzungen im Kirchenbezirk Mainz im Mittelpunkt.
Der Gottesdienst begann mit dem Chorlied „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Apostel Opdenplatz nahm dieses Lied als Ausgangspunkt für die Predigt und hob hervor, dass es eine Fülle von Bibelzitaten enthält, die auf die Wiederkunft Christi verweisen. Die zentrale Botschaft des Liedes verdeutliche, wie wichtig es sei, wachsam und bereit für die Ankunft des Herrn zu sein – ein wesentliches Thema des Advents. Die Wiederkunft Jesu Christi war auch die Zuversicht des Propheten Habakuk, wie sie im Bibelwort aus Habakkuk 2, 3 zum Ausdruck kommt:
„Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.“
Freude im Herrn – Eine Antwort auf Herausforderungen
Der Apostel bezog sich weiterführend auf Habakkuk 3, 18: „Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.“
Habakkuk, der zuvor seine Klagen und Sorgen vor Gott gebracht hatte, schloss seine Worte mit dieser Aussage. Der Apostel ermunterte die Gemeinde, es Habakkuk gleichzutun: Das Herz im Gebet auszuschütten, aber auch die Bereitschaft mitzubringen, auf Gottes Antwort zu hören und seine Führung zuzulassen.
Besonders im Advent, so der Apostel, sei es wichtig, sich zu besinnen, warum Jesus in die Welt gekommen ist. Nicht, um politische Systeme zu verändern oder Krankheiten zu heilen, sondern um ewiges Heil zu bringen. Er stellte die Frage, ob die Verheißung von Jesu Wiederkunft noch lebendig in den Herzen der Gläubigen sei. Dabei verwies er auf das Matthäusevangelium, in dem Jesus dazu aufruft, wachsam zu bleiben, da niemand den Zeitpunkt seiner Wiederkunft kenne. Freude im Herrn bedeute, trotz aller Herausforderungen das Vertrauen in Gott zu bewahren und sich in ihm geborgen zu wissen.
Feierliche Handlungen
Im Anschluss an die Predigt und die Feier des Heiligen Abendmahls folgten mehrere mehrere kirchliche Handlungen:
Die Diakoninnen Andrea Kranz (Mainz-Kostheim) und Bianca Martin (Alzey) wurden zu Priesterinnen ordiniert und übernahmen damit neue Aufgaben in der Seelsorge. Priester Dirk Rauscher (Rüsselsheim) wurde als Bezirksvorstehervertreter ernannt, um Bezirksvorsteher Mario Rieth in der Bezirksleitung zu unterstützen. Evangelist Joachim Sprankel, Vorsteher der Gemeinde Alzey, trat nach 48 Jahren Amtstätigkeit in den Ruhestand - Bezirksvorsteher Mario Rieth übernimmt nun zunächst kommisarisch die Leitung der Gemeinde Alzey. Ferner wurde ein Diakon der Gemeinde Mainz in den Ruhestand verabschiedet.
Gemeinsamer Ausklang
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden eingeladen, sich bei Kaffee und Gebäck auszutauschen.
Fotos: Claus-Jürgen Pfister
15. Dezember 2024
Text:
Michael Schmid
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