Mit musikalischer Umrahmung und aktiver Beteiligung der Kinder fand am 15. März 2026 ein Familiengottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Groß-Gerau statt. Im Mittelpunkt stand das Gleichnis vom verlorenen Schaf aus Lukas 15, Verse 3 -6.
Kinder aus dem gesamten Kirchenbezirk Mainz kamen am Sonntagvormittag zusammen, um einen außergewöhnlich gestalteten Familiengottesdienst zu erleben. Bereits vor Beginn bereiteten sich die jungen Teilnehmer mit einer Kinderchor-, Kinderorchesterprobe und kreativer Plakatgestaltung auf den Gottesdienst vor.
Bereits beim Ankommen bastelten die Kinder eine Namensgirlande mit dreierlei Motiven, die passend zum Motto gestaltet waren. Diese wurde im Anschluss am Altar befestigt. Nachdem sich die Kinder im Kirchenschiff versammelt hatten, begann der Kinderchor mit seinem ersten Vortrag. Dieser mündete dann direkt in das gemeinsam gesungene Eingangslied „Weil ich Jesu´ Schäflein bin“.
Das verlorene Schaf
Zu Beginn des Gottesdienstes, welcher vom Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Mainz, Bezirksältester Mario Rieth durchgeführt wurde, gab es eine Bibellesung. Ein Kind aus der Gemeinde Groß-Gerau las die Bibelstelle nochmals in kindgerechter Sprache vor. Der Kinderchor und das Kinderorchester trugen im weiteren Verlauf des Gottesdienstes mit großer Begeisterung passende Liedbeiträge vor.
Bevor Mario Rieth die Predigt begann, stellte er fest, dass eines seiner Schafe auf dem Altar fehlte. Hierfür forderte er dann die anwesenden Kinder auf, dieses verlorene Schaf zu suchen. Sie machten sich sofort auf die Suche im Kirchenraum und konnten es bald auch finden. Jetzt waren alle Schafe wieder beieinander. So ist es auch bei unserem himmlischen Vater, stellte Mario Rieth fest. Immer wenn wir uns „verirren“ oder von unserem „rechten Weg“ abkommen, erkennt er uns und führt uns wieder zu sich.
Jesus sorgt für uns
Der Bezirksvorsteher fragte die Kinder, ob sie denn auch schon mal etwas verloren hätten. Nicht immer konnten sie das Verlorene auch wiederfinden. Hier stellte Mario Rieth eine Verbindung zu dem verlorenen Schaf her. Der Hirte suchte es so lange, bis er es wiederfand. Wir sollen uns gewiss sein, wenn wir etwas suchen und nicht wiederfinden, hat uns Gott nicht vergessen. Er will immer nur unser Bestes und wird für uns sorgen.
In weiteren Fragen sollten die Kinder dann herausfinden, warum ein Hirte ein verlorenes Schaf erkennt und warum Schafe überhaupt verloren gehen. Auch hier gab es wieder vielfältige Antworten. Weiter, so Mario Rieth, hätten die Schafe – und wenn sie sich noch so gleichen -ein unterschiedliches Aussehen. Ein guter Hirte kenne seine Schafe ganz genau. So auch unser Seelenhirte, Jesus Christus, welcher alle seine „Kinder““ kennt.
Jedes Kind ist Jesus wichtig
Der Bezirksvorsteher zeigte den Kindern zwei Bilder einer Schafherde: auf dem einen Bild waren 100 Schafe zu sehen, auf dem anderen 99. Die Kinder konnten keinen Unterschied der beiden Bilder erkennen. Und dennoch vermisst der „gute Hirte“ dieses eine Schaf und begibt sich auf die Suche nach ihm. Er begnüge sich nicht damit, dass die Herde ja immer noch groß genug sei.
Jesus vertrauen
In einem weiteren Predigtbeitrag führte der Gemeindeleiter der Gemeinde Groß-Gerau, Priester Herbert Best aus, dass eine Schafherde nur ihrem Hirten folgt. Die Kinder wussten auch warum: weil die Schafe ihrem Vertrauen schenkten. Sie hätten schon oft erlebt, dass der Hirte ihnen in misslicher Lage geholfen habe und er auch immer dafür sorge, dass sie eine gute Weide vorfänden. Schon der Psalmist David sagt im 23 Psalm „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln …“. Wir können dem Seelenhirten Jesu voll und ganz vertrauen. Er will nur unser Heil. Außer am Aussehen erkenne ein guter Hirte die Schafe auch an ihrer Stimme. Wir könnten uns immer im Gebet an Jesus wenden. Er höre unsere Gebete, auch wenn er uns manchmal anders hilft, als wie wir uns das vorstellen.
Im Anschluss an den Gottesdienst klang das Beisammensein mit einem reichhaltigen und sehr leckeren Buffet mit angeregten Gesprächen und der Möglichkeit, sich am Basteln zu beteiligen, aus.
Text: Regine Schneider
Fotos: Herbert Best / Regine Schneider
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