Ein besonderer Gottesdienst in Hochheim brachte Menschen aus zwei Gemeinden zusammen. Mit bewegender Musik, einer tiefgehenden Predigt und der Botschaft vom guten Hirten wurde der Abend zu einem stärkenden Erlebnis für alle Teilnehmer*innen.
Am 8. April 2026 versammelten sich über 60 Gläubige zu einem Wochentags-Gottesdienst in Hochheim mit Bischof Matthias Schäfer. Erstmals nahm auch die Gemeinde Rüsselsheim teil, die derzeit wegen Umbauarbeiten ihre Kirche nicht nutzen kann. Unter der Woche besucht sie deshalb die Gottesdienste in Hochheim – eine neue Form der Begegnung, die von vielen als bereichernd empfunden wurde. An den Sonntagen finden die Gottesdienste der Gemeinde Rüsselsheim aktuell in der stillgelegten neuapostolischen Kirche in Mörfelden-Walldorf statt.
Bereits vor dem eigentlichen Beginn wurden die Teilnehmer durch eine Bibellesung aus Psalm 22 und Psalm 23 in der Übersetzung „Gute Nachricht“ auf das Thema eingestimmt. Für die musikalische Gestaltung sorgte ein Bläserquartett mit Euphonium, Posaune und zwei Hörnern. Die warmen und festlichen Klänge verliehen dem Gottesdienst eine besondere Tiefe und luden zum Innehalten ein.
Der Herr ist mein Hirte
Im Mittelpunkt stand das Bibelwort aus Psalm 23,1: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Direkt im Anschluss erklang das Lied „Du bist’s allein. Macht und Gewalt sind dein.“ Bischof Schäfer griff diesen Moment auf und erinnerte an die Botschaft des Osterfestes: Jesus lebt und ist auferstanden – eine Hoffnung, die bis heute trägt.
In der Predigt stellte der Bischof das Bild des Hirten in den Mittelpunkt. Im Alten Testament stehe der Hirte für einen guten und fürsorglichen Herrscher, so Matthias Schäfer. Im Neuen Testament werde dieses Bild durch Jesus Christus lebendig, der sagt: „Ich bin der gute Hirte. Ich lasse mein Leben für meine Schafe.“ Gerade in einer Zeit, die oft von Stress und Unsicherheit geprägt ist, schenke dieser Psalm Orientierung. Bischof Schäfer machte deutlich: Jesus begleitet seine Gläubigen auf allen Wegen – in guten Zeiten ebenso wie im „finsteren Tal“.
Auch das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche 2026 wurde aufgegriffen: „Glaubt an mich und glaubt an Gott.“ Diese Worte seien eine Einladung, Vertrauen zu fassen und sich auf Gottes Nähe zu verlassen. Die Zusage Jesu „Ich bin bei euch alle Tage“ bleibe eine Quelle des Trostes und der Zuversicht.
Den Glauben weitergeben
Gleichzeitig ermutigte der Bischof dazu, den eigenen Glauben weiterzugeben. Jesus spreche davon, dass noch weitere „Schafe“ zur Herde geführt werden sollen. Wachstum im Glauben geschehe dabei nicht durch Druck, sondern durch die lebendige Verbindung zu Christus – er selbst lässt Glauben wachsen.
Den feierlichen Abschluss bildete das bekannte Lied „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren“, das vom Bläserquartett vorgetragen wurde. Viele Teilnehmer*innen gingen gestärkt nach Hause – getragen von der Gewissheit, dass sie nicht allein unterwegs sind, sondern von einem guten Hirten begleitet werden.
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