Am Mittwoch, den 19.08.2026, führte Bezirksapostel Stefan Pöschel einen Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche in Mainz-Mitte durch. Hierzu waren alle zehn Gemeinden des Bezirkes Mainz eingeladen. Neben einem großen Chor sorgte auch das Bezirksorchester für einen feierlichen musikalischen Rahmen.
Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus 2. Mose 3 aus den Versen 11 und 12 zugrunde: "Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein."
Gott wartet auf Dich
Der Bezirksapostel äußerte sich erfreut über die große Gemeinde. Bezugnehmend auf das zuvor vom Chor vorgetragene Lied „Ich der Herr von Erd´ und All“, in dem es heißt „Ich bin hier, Herr“ machte der Bezirksapostel deutlich: Gott war längst hier und hat auf jeden gewartet. Auch wenn man meinen könnte, in der großen Gemeinde komme es auf den einzelnen nicht an, betonte er "Doch, Gott hat auf dich gewartet!"
Der Psalmist kriegt die Krise!
Der Bezirksapostel richtete nochmals einen Blick auf den Gottesdienst von Stammapostel Helge Mutschler vom vorangegangenen Sonntag, 16. August 2026. Es war der erste Besuch des neuen Stammapostels in der Gebietskirche Westdeutschland. Die Erlebnisse des Propheten Asaph fasste der Stammapostel mit den Worten zusammen "Der Psalmist kriegt die Krise“ - wir wissen aber, dass, wenn wir bei Gott bleiben, er in allen Krisen bei uns ist.
Bezirksapostel Pöschel griff die Gedanken des Stammapostels auf und führte aus, dass in die Ereignisse, als Gott Mose gerufen hat, auch das Erlebnis falle, dass Gott aus dem brennenden Busch zu ihm sprach. Und auch da sagte Gott ihm „Ich bin da! Ich bin, der ich bin.“ Er gab Mose den Auftrag, sein Volk aus Ägypten zu führen. Dieser wollte den Auftrag zunächst nicht annehmen, weil ihm der Auftrag zu groß erschien und er sich selbst für nicht geeignet hielt. Aber schließlich spürte er, das Gott bei ihm sein würde.
Der Bezirksapostel übertrug diesen Gedanken auf die heutige Zeit: Gott begegnet uns im Alltag. Wir müssen nur offene Ohren und Augen dafür haben. Je lauter der Alltag, desto achtsamer müssen wir sein. Gott ist da und spricht mit uns. Diese Zwiesprache ist wichtig, damit wir fühlen, Gott ist da.
Ich bin da,um für dich da zu sein!
In einem Predigtbeitrag bezeichnete Bischof Matthias Schäfer die gehörte Predigt als einen „Mut-mach-Gottesdienst“. Er unterstrich noch einmal, dass Gott zu uns sagt : „Du bist nicht alleine, ich bin da um für dich da zu sein.“. Nicht umsonst wurde Jesus auch mit dem Beinamen Immanuel (= „Gott mit uns“) bezeichnet.
Ordination von drei Diakoninnen
Nach dem Abendmahl ordinierte Bezirksapostel Pöschel drei Schwestern zu Diakoninnen, davon zwei für die Gemeinden Mainz-Mitte und Mainz-Kostheim sowie eine Diakonin für die Gemeinde Bad Kreuznach.
Der Bezirksapostel betonte in der Ansprache zur Ordination, dass Gott derjenige ist, der den Amtsauftrag gibt. Auch für die drei Schwestern gelte das Wort „Ich bin da, um für euch da zu sein.“, selbst wenn wir denken „Was können wir schon tun?“. Damit würden wir aber den Auftrag Gottes in Frage stellen. Auch die künftigen Diakoninnen können darauf vertrauen, dass Gott mit Ihnen ist, im Gottesdienst und bei der Seelsorge, wenn Sie vorher beten und sich heiligen.
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