Apostel Gert Opdenplatz besuchte am Donnerstagabend den 2. Juli, die neuapostolische Gemeinde Rüsselsheim und begrüßte alle Anwesenden, sowie über Video- und Telefonübertragung verbundene Glaubensgeschwister. Ein viertel Jahr nach seinem Video Gottesdienst aus der Kapelle im NAK-Verwaltungsgebäude Dortmund, erlebten die Gottesdienstbesucher den Apostel in Rüsselsheim ganz „präsent“.
Nach dem musikalischen Vortrag „Selig sind, die Gottes Wort hören …“ mit Violine, Klavier und Orgel, wies der Apostel auf die situationsbedingten Lücken in der Gemeinde hin - das „Social Distancing“ - zu dem wir momentan verpflichtet sind. Aber für jeden freien Platz, so sagte Apostel Opdenplatz, sehen wir stellvertretend Glaubensgeschwister, die noch keine Gottesdienste besuchen können und fühlen die Nähe der Seelen aus der jenseitigen Welt.
Gottes Wort – Gottes Wunder
Eingehend auf das Textwort, gab Apostel Opdenplatz die als Frage formulierte Aufgabe an die Zuhörer: Was will mir der Große Gott mit seinem Wort sagen? Erkenne ich hinter dem menschlichen Wort Gott, meinen Vater, der mit mir spricht? Apostel Opdenplatz zitierte den zweiten Vers des Eingangsliedes „Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke“ (GB 267) und sagte, dass unser Herz in eine große Dankbarkeit dem Ewigen gegenüber geführt wird. Es erkennt die Wunder Gottes nicht nur in der Natur, sondern in Schwester und Bruder und besonders in der Sendung seines Sohnes.
Dankbarkeit für Gottes Nähe in seinem Sohn
In unserem Kulturkreis ist es zur Gewohnheit geworden, sagte Apostel Opdenplatz, alles kritisch zu betrachten. Aber nur mit dem Blick der Liebe erkennt man, was Gott macht. Sehen wir hinter allem die schaffende und wirkende Hand Gottes, im Großen und im Kleinen. „Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkünden deine Wunder, dass dein Name so nahe ist.“ (Ps 75,2). Durch das Wunder der Sendung des Sohnes Gottes, ist uns Gott nahegekommen. Durch Jesus kam das Wunder der Gnade zu den Menschen – Grund zur Dankbarkeit. Nicht immer sind wir in der Verfassung zu danken. Dann, so sagte Apostel Opdenplatz, ist die Gemeinde da, die dankt.
Nach dem Predigtbeitrag des Bezirksältesten Mario Rieth, in der er seiner Freude über das Wiedersehen in Rüsselsheim zum Ausdruck brachte, lud Apostel Opdenplatz die Gemeinde zum Heiligen Abendmahl ein und beendete den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
2. Juli 2020
Text:
Friedbert Zimmer
Fotos:
Vera Latotzki
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