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Rechtes Handeln eines Christen –
Bezirksapostelhelfer Pöschel in Rüsselsheim

 

Am Sonntag, 12. Mai 2024, besuchte Bezirksapostelhelfer Stefan Pöschel erstmalig den Bezirk Mainz. In der Kirche in Rüsselsheim hatten sich die Geschwister aus Groß-Gerau, Hochheim und Rüsselsheim zum Gottesdienst versammelt. Alle weiteren Gemeinden des Bezirks waren per IPTV-Übertragung angeschlossen. Im Verlauf des Gottesdienstes empfing unsere junge Glaubensschwester Yara Thea Rink das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

Zu Beginn des Gottesdienstes trugen der Chor aus Sängern der drei Gemeinden und das Gemeindeorchester der Gemeinde Rüsselsheim das Lied „Es glänzet der Christen inwendiges Leben“ (Chorbuch 380) vor. Der Text von C. F. Richter beschreibt das Auf und Ab des irdischen Lebens, in dem es den Christen ergeht, wie allen Menschen. Wasser- und Geistestaufe, so führte der Bezirksapostelhelfer aus, hätten aber in uns etwas verändert und das Licht der Freude in uns angezündet. Wir haben die Zusage einer herrlichen Zukunft. Dennoch stellt uns Hörern dieses Lied die Aufgabe, dieses Licht in allem, was wir durchleben, wahrlich strahlen zu lassen, indem wir uns die Segnungen Gottes und seine Verheißung immer wieder vor Augen führen.

Alle, die Jesus Christus angehören

Das dem Gottesdienst zugrundeliegende Bibelwort wurde am Sonntag zuvor von Stammapostel Jean-Luc Schneider in Luanda (Angola) ebenfalls als Gottesdienstgrundlage verwendet: Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. (Galater 5, 24)
„Ja natürlich, wir gehören Jesus Christus an“, so Bezirksapostelhelfer Pöschel. Jesus Christus hat den ersten Schritt getan, sein Leben für uns hingegeben, uns seinen Beistand versichert und die ewige Gemeinschaft mit Gott zugesagt. Der zweite Schritt war dann unser Versprechen an Gott bei unserer Taufe bzw. anlässlich unserer Konfirmation. Also gelte der Hinweis des Bibeltextes einem jedem von uns.

Das sündhafte Verhalten des Menschen ablegen

Apostel Paulus verwendet in seinem Brief das Bild der Kreuzigung. Die Bewohner des römischen Reiches waren damals mit dieser Hinrichtungsmethode vertraut. Man zeigte damit an, dass diese Übeltäter nicht zur Gesellschaft gehörten. Das „Fleisch“ könne man hier als das sündhafte Verhalten des Menschen verstehen, dass nicht in die Gemeinschaft mit Jesu passe und abzulegen sei, so die weiteren Ausführungen. Apostel Paulus stellt zwei heraus: Leidenschaft und Begierden.

Praktische Beispiele für sündhaftes Verhalten

Ein zeitgemäßer, auch etwas abgeschwächter Begriff für „Begierde“ sei „Bedürfnis“. Menschen haben natürliche Bedürfnisse wie Essen, Schlafen, Kleiden. Sie streben nach einem guten Leben, ein gewisses Ansehen, einen guten Beruf, hinreichend Geld. Das sei nicht verwerflich und würde mit dem Gebot Gottes „Machet euch die Erde untertan“ (siehe 1. Mose 1, 28) in Einklang stehen. Gott ermuntert uns zu einer gesunden Strebsamkeit. Wird dieser Wunsch, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, nicht mehr vom Gewissen geleitet, entsteht eine unbedingt abzulegende Gier. Diese lässt sich daran ausmachen, dass die Gebote Gottes überschritten, dem Nächsten Schaden zugefügt oder menschliche Gesetzte gebrochen werden.

Abzulegen sei ebenfalls die Lüge. Hierzu gehören alle unwahren Aussagen, die dem Nächsten schaden, genauso wie Zusagen, die man abgibt, um eigenen Vorteil zu erlangen, ohne die Absicht, sie einhalten zu wollen. Ferner sei Teil einer guten Gemeinschaft, am Wohlergehen des Nächsten teilzuhaben. Eine übersteigerte Neugier, vielleicht sogar verbunden mit Schadenfreude, sei jedoch nicht auf den Gemeinsinn ausgerichtet.

An seiner Karriere zuarbeiten und auch einen eigenen Nutzen daraus zu ziehen, sei an sich nicht verwerflich, so Apostel Pöschel. Dabei sollten wir jedoch nicht „über Leichen gehen“. Schließlich war es Gott, der uns die Fähigkeiten verliehen hat, bestimmte Positionen auszuüben. Und je einflussreicher unsere Position ist, umso mehr sind wir dem Nächsten und dem Gemeinwohl verpflichtet.

Gabe des Heiligen Geistes

Der Kinderchor leitete mit dem Lied „Gemeinsam unterwegs“ (Gott ist da! Nr. 9) die Versiegelung unserer jungen Glaubensschwester Yara Thea Rink ein. In der Ansprache stellte Bezirksapostelhelfer Pöschel den Eltern das Bild eines Kindes vor Augen, dass zunächst erste, wackelige Schritte mache, sich festhalten müsse, öfter mal hinfalle und doch immer wieder aufstehe. Es sei nun Aufgabe der Eltern, das Kind bei seinen ersten Schritten im Glauben zu unterstützen. Dazu gehöre auch, das Wort Gottes altersgerecht zu erklären. Mit der Versiegelung erhalte das Kind die Gabe des Heiligen Geistes. Damit sei es kein besserer Christ, sondern berufen zu helfen, dass alle Menschen den Weg zu Gott finden. 

Es folgte die Sakramentshandlung und das Segensgebet. Anschließend feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl und der Gottesdienst endete mit Schlussgebet und Segen. 

Text: Tobias Hempel
Bilder: Vera Latotzki-Doll

15. Mai 2024
Fotos: Vera Latotzki

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