Mainz. Palmsonntag besuchte Bezirksapostel Storck den Kirchenbezirk Mainz. Dort feierte er mit Gläubigen aus mehreren Gemeinden den Gottesdienst zu Palmsonntag. Nach fast 45 Jahren als Amtsträger verabschiedete er Bezirksevangelist Claus-Jürgen Pfister in den Ruhestand.
„Deine Arbeit als Seelsorger hast du geliebt“, begann Bezirksapostel Rainer Storck die Ansprache zur Ruhesetzung von Bezirksevangelist Claus-Jürgen Pfister. Der 66-Jährige diente über 44 Jahre ehrenamtlich als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche.
„Du bist ein ehrlicher Amtsträger, der seinen Auftrag ernst nimmt“, schilderte der Bezirksapostel seine weiteren Eindrücke. Markenzeichen des langjährigen Gemeindevorstehers seien sein starker Glaube im Vertrauen auf den Herrn und an das Glaubensbekenntnis der Kirche gewesen.
Zwölf Jahre Bezirksevangelist
Seinen ersten Amtsauftrag empfing Claus-Jürgen Pfister 1979 für die Gemeinde Mörfelden-Walldorf. 1982 wurde er Diakon und 1986 zum Priester ordiniert. Seit 2012 diente er als Bezirksevangelist im Kirchenbezirk Mainz und betreute zusätzlich Gemeinden als Vorsteher: von 2013 bis 2017 die Gemeinde Groß-Gerau, seit 2018 bis zur Ruhesetzung die Gemeinde Mainz-Mitte.
„Ich danke dir für alles, besonders das, was in der Stille gewirkt wurde“, so der Bezirksapostel und verabschiedete den Bezirksevangelisten per Handschlag und mit Segenswünschen in den Ruhestand. Zudem entband er ihn von seiner Beauftragung als stellvertretender Leiter im Kirchenbezirk Mainz sowie als Gemeindevorsteher von Mainz-Mitte. „Dank für alle Unterstützung und dein Wohlwollen. Alles Gute für dich und deine Familie.“
Bestätigung für zwei Gemeinden
Als neuer Vorsteher für die Gemeinde Mainz-Mitte wurde Evangelist Thomas Kranz beauftragt, der die Gemeinde zusätzlich zur Gemeinde Mainz-Kostheim leiten wird. Die Amtsträger aus beiden Gemeinden bestätigte der Bezirksapostel für den Dienst in beiden Gemeinden.
Gottesdienst an Palmsonntag
Grundlage für die Predigt im Gottesdienst war das Bibelwort aus Lukas 19,38-40: „Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“
Der Bezirksapostel ging auf die zwei im Bibelwort genannten Gruppen ein: die Menge und die Jünger. Die Menge pilgerte nach Jerusalem zum Passahfest und erwartete von dem einziehenden Jesus die Befreiung vom Joch der Römer. Die Jünger hingegen hatten bereits zahlreiche Erfahrungen mit ihrem Meister gemacht und wussten, dass sein Reich nicht von dieser Welt war.
„Zu welcher Gruppe gehören wir“, warf der Bezirksapostel eine Frage auf. Sicherlich sowohl zur Menge als auch zu den Jüngern, die verstünden, dass Jesus Frieden bringen und zur Herrlichkeit führen möchte. „Lasst uns noch mehr in das Denken der Jünger hineinwachsen und weniger auf das Weltliche schauen“, so seine Bitte.
Christus bringt Frieden
In der weiteren Predigt ging der Bezirksapostel vor allem auf den Frieden ein. „Wenn sich alle Menschen halbwegs an das Evangelium halten würden und sich bemühen würden, die Gebote zu halten, dann hätten wir Frieden auf dieser Erde.“
Sein Aufruf: „Lasst uns beginnen in der Familie, in der Gemeinde und in der Kirche.“ Christus bringe aber durch sein Opfer auch den Frieden mit Gott.
Übertragung in den Bezirk
Der Gottesdienst in Mainz war per IPTV in weiteren Gemeinden im Bezirk live miterlebbar. Vor Ort mit dabei waren die Gläubigen aus den Gemeinden Mainz-Mitte, Mainz-Kostheim, Alzey, Groß-Gerau, Bad Sobernheim und Kastellaun.
Für die musikalische Mitgestaltung sorgten ein gemischter Chor, ein Frauenchor und ein Instrumentalensemble. Für Bezirksapostel Storck war es der letzte Besuch im Kirchenbezirk Mainz vor seiner Ruhesetzung im Juni 2024.
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