Am Sonntag, 14. Dezember 2025, feierte die Gemeinde Rüsselsheim gemeinsam Gottesdienst. Im Anschluss waren alle Geschwister, Freunde und Gäste herzlich zur Weihnachtsfeier eingeladen. Der Gottesdienst wurde geleitet vom Vorsteher der Gemeinde, Hirte Friedbert Treber. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des Gemeindeorchesters.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Johannes 3,30: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Person Johannes des Täufers. Als letzter Prophet des Alten Bundes kündigte er das Wirken Jesu an. Johannes und Jesus waren etwa gleich alt; bereits vor ihrer Geburt gab es eine besondere Verbindung, als Maria Elisabeth besuchte. Später fühlte sich Johannes zunächst zu klein und unwürdig, Jesus zu taufen, doch Jesus forderte ihn auf, es geschehen zu lassen. Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass auch Johannes Zweifel erlebte und schließlich sogar fragte, ob Jesus wirklich der Sohn Gottes sei. Diese menschliche Erfahrung der Unsicherheit führte zur Frage an die Gemeinde: Welche Verbindung haben wir selbst zu Jesus?
Jesus dienen – im Dienst am Nächsten
Freude und Dankbarkeit darüber, dass Jesus uns nahe ist, sollen unser Leben prägen. Wie Johannes sind auch wir aufgerufen, Jesus zu dienen – nicht aus eigener Größe heraus, sondern im Vertrauen auf ihn. Dieser Dienst zeigt sich vor allem im Dienst am Nächsten. Dabei sollen wir uns weder zu klein noch zu unbedeutend fühlen. Auch unsere Zweifel gehören zum Glaubensleben, so Friedbert Treber. Umso wichtiger sei der Aufruf, in der Adventsfreude zu bleiben und auf das zu schauen, was Jesus bewirkt und verkündigt hat. Unsere persönliche Verbindung zu ihm soll gepflegt werden, indem wir ihn bewusst in unsere Entscheidungen einbeziehen. Nicht unser eigener Wille, sondern Gottes Wille soll leitend sein.
Advent bedeute auch heute, sich selbst zurückzunehmen, das Beispiel Jesu anzunehmen und unser Miteinander von seiner Liebe bestimmen zu lassen – einer Liebe, die sich in Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber jedem Menschen zeigt.
Jesus als Vorbild
Priester Preuhs ermutigte in einem Predigtbeitrag die Gemeinde zusätzlich, sich darum zu bemühen, Jesus ähnlicher zu werden, wohl wissend, dass wir dieses Ziel nie vollkommen erreichen. Jesus begegne uns immer wieder neu, helfe uns auf diesem Weg und vergebe unsere Schuld.
Begegnung und Gemeinschaft
Nach dem Gottesdienst war bereits ein reichhaltiges Buffet vorbereitet. Bei frisch Gegrilltem, Salaten, Kaffee und Kuchen, Kaltgetränken und Glühwein bot sich in den Gemeinderäumen reichlich Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen im Geschwisterkreis, Freunden und Gästen. Für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde gab es zudem ein kleines Weihnachtsgeschenk.
Der Adventssonntag stand damit ganz im Zeichen der Gemeinschaft und der dankbaren Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Text und Fotos: Tobias Hempel
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