Am Montag, dem 23. März 2026, nahmen die Angehörigen von Diakon i. R. Werner Förster und die Gemeinde Groß-Gerau Abschied, der am 01. März im Alter von 95 Jahren verstorben war.
Der Gemeindevorsteher, Priester Herbert Best, legte dem Trostgottesdienst das Bibelwort aus Römer 1 die Verse 16 und 17 zugrunde: „… denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“
Pr. Best sprach zu Beginn die Angehörigen an, die innerhalb von weniger als zwei Jahren die Eltern bzw. Großeltern in die Ewigkeit hätten abgeben müssen. Auch wenn beide ein gesegnetes Alter gehabt hätten, so entstehe doch immer eine Lücke, besonders dann, wenn man beinahe täglichen Umgang mit ihnen gepflegt hätte. Der Vorsteher sprach von dem starken Glauben, den der Entschlafene gehabt habe und dass er immer alles aus Gottes Hand genommen habe, so auch die letzte Diagnose im Krankenhaus, die keine Hoffnung auf Besserung zugelassen habe. Werner Förster ist dann auch zwei Tage nach Einlieferung in das Krankenhaus - am Geburtstag seiner verstorbenen Frau - friedlich eingeschlafen.
Anlässlich des letzten Besuchs bei dem Diakon i. R., nur eine Stunde bevor er ins Krankenhaus eingeliefert wurde, äußerte Werner Förster den Wunsch weiter glauben zu können. Daher, so Best, sei er auch auf dieses Bibelwort für den Trauergottesdienst gelenkt worden:
Gerechtigkeit, die vor Gott gilt
Auf das Bibelwort eingehend führte der Gemeindevorsteher aus, dass es Gottes Kraft sei, die die Ursache für die Errettung (die Seligmachung) sei. Voraussetzung sei der Glaube daran. Als Menschen könnten wir niemals immer gerecht sein. Gott sehe Vieles aus einer ganz anderen Ebene. Aber wenn wir Gott glauben schenkten, so würden wir gerecht gemacht. Unsere Fehler und unsere Sünden seien dann nicht entscheidend, da das Opfer Jesu allumfänglich sei. Der Glaube sei Ursprung und sei Ziel des Glaubens. Der Glaube erziele ein rettende Wirkung des Evangeliums. „Der Gerechte“, so schrieb Apostel Paulus an die Römer, „wird aus Glauben leben“. Wir müssten verstehen, dass nur Gott uns durch seine Gnade gerecht machen kann.
In einem weiteren Predigtbeitrag bestätigte Priester Bertram Ermel, dass Werner Förster ein Vorbild im Glauben an Gott gewesen sei. Abschließend verlas der Vorsteher einen kurzen Lebenslauf des Verstorbenen. Der Gottesdienst endete mit dem gemeinsam gesprochenen Gebet, das „Unser Vater“ sowie dem Schlussgebet und dem dreifachen Segen. Neben einem gemischten Chor wurde die Trauerfeier musikalisch mit Horn und Orgel umrahmt. Die Beisetzung erfolgte zu einem späteren Zeitpunkt im kleinen Kreis.
Autor H. Best
Bilder H. Best, M. Ermel
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