Ein Gottesdienst am 12. April 2026 begann in der Gemeinde Groß-Gerau mit einem von der üblichen Weise abweichenden Ablauf: Bereits vor dem eigentlichen Beginn versammelten sich die Gläubigen zu einer einleitenden Bibellesung mit dem neuapostolischen Glaubensbekenntnis.
Vor dem Gottesdienst am Sonntag, dem 12. April 2026, den Gemeindevorsteher Priester Herbert Best durchführte, versammelte sich die Gemeinde zunächst zu einer einleitenden Bibellesung. Dabei handelte es sich um das neuapostolische Glaubensbekenntnis. Das Glaubensbekenntnis fasst die wesentlichen Inhalte der Glaubenslehre der Neuapostolischen Kirche zusammen:
Die Neuapostolische Kirche bekennt sich zu dem in den beiden altkirchlichen Bekenntnissen formulierten Glauben - dem aus dem 2. Jahrhundert stammenden Apostolikum und dem Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel - und setzt sich aus den zehn Glaubensartikeln zusammen.
Friede sei mit euch
Dem Gottesdienst legte Priester Best das Bibelwort aus Johannes 20, Verse 19–20 zugrunde: "Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen."
In der Hinführung verwies er darauf, dass das Ostergeschehen noch ganz präsent in den Herzen der damaligen Gläubigen gewesen sei. Dieses Bibelwort schließe unmittelbar daran an und richte zugleich den Blick nach vorn: In zwei Wochen werde ein Konfirmand aus der Gemeinde Groß-Gerau seinen Glauben vor Gott selbst bekennen. So wie Jesus damals seinen Jüngern Frieden zusprach und ihnen den Heiligen Geist als Stärkung für ihren Auftrag gab, hinauszugehen und von ihrem Glauben zu zeugen, so seien auch die heute lebenden Christen aufgerufen, ihren Glauben freudig zu bekennen.
Im Verlauf des Gottesdienstes folgten Predigtbeiträge der beiden Gemeindepriester Jens Döbler und Tim Schneider, die die Gedanken weiter vertieften und auf das persönliche Glaubensleben übertrugen.
Vergib deinem Nächsten
Anschließend bereitete der Gemeindevorsteher die anwesenden Gläubigen auf die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls vor. Dabei stellte er einen zentralen Gedanken in den Mittelpunkt: Es gebe ein „Heilmittel“ für das Leid: „Vergib deinem Nächsten“. Vergebung führe zu innerem Frieden. Gerade in Momenten des Leids sei es hilfreich, sich zu hinterfragen, ob der eigene innere Friede nicht wichtiger sei, als Recht zu behalten.
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Teilnehmer zu einem gemütlichen Beisammensein im Gemeinschaftsraum zusammen. Dieser war bereits am Vortag von den Kindern der Gemeinde mit Unterstützung einiger Erwachsener liebevoll vorbereitet und mit Blumenschmuck dekoriert worden. Auch der Altar sowie die Sakristei waren durch die Kinder am Vortag festlich geschmückt geworden.
Text: Christine Hempel
Bilder: Christine Hempel, Anneliese Best, Herbert Best
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