Am Dienstag, 20. Oktober 2026, versammelten sich Angehörige, Glaubensgeschwister und Wegbegleiter in der neuapostolischen Gemeinde Mainz, um in einem Trauergottesdienst Abschied von Priester i. R. Adolf Harsch zu nehmen. Evangelist Thomas Kranz leitete den Gottesdienst.
Priester i. R. Adolf Harsch war am 1. Oktober 2026 im Alter von 89 Jahren in die Ewigkeit gegangen. Fast vierzig Jahre diente er als Geistlicher in der Neuapostolischen Kirche. Seine Amtstätigkeit begann am 2. Juni 1965. Vom 21. Dezember 1995 bis zu seiner Ruhesetzung am 5. März 2003 stand er der Gemeinde Mainz-Weisenau als Gemeindevorsteher vor.
Auch im Ruhestand blieb er in der Gemeinschaft engagiert. Über viele Jahre organisierte er im Bezirk Mainz Veranstaltungen und Ausflüge für Senioren und förderte damit das Miteinander der Glaubensgeschwister.
Seit März 1959 war er mit seiner Ehefrau Marianne verheiratet, die ihm nur wenige Wochen zuvor in die Ewigkeit vorausgegangen war.
Vorbild im Glauben und in der Nachfolge
Dem Trauergottesdienst lag das Bibelwort aus Hebräer 13,7 zugrunde: „Gedenkt eurer Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt dem Beispiel ihres Glaubens.“
Zu Beginn der Predigt betonte Evangelist Kranz, dass nicht allein die Trauer, sondern vor allem die Dankbarkeit im Mittelpunkt stehen solle. „Er ist hinübergegangen, aber er ist nicht weg“, sagte er mit Blick auf den Verstorbenen. Anhand des Bibelwortes erinnerte er an Adolf Harsch als einen Lehrer im Reich Gottes, der gerne von seinen Glaubenserfahrungen erzählte und seinen Glauben mit anderen teilte. Es sei ihm stets ein Anliegen gewesen, den Glauben lebendig zu halten und weiterzugeben.
Besonders hob der Evangelist seine große Einsatzbereitschaft hervor. Als Gemeindevorsteher in Mainz-Weisenau und darüber hinaus habe Adolf Harsch mit zahlreichen Aktivitäten und Ausflügen das Gemeindeleben bereichert. Sein Engagement für die Glaubensgeschwister und die Gemeinschaft sei beispielhaft gewesen.
„Es ist ein Auf Wiedersehen, kein Lebewohl“
Evangelist Kranz griff unter anderem den Gedanken des Bibelwortes, „Ihr Ende schaut an“, auf. Tröstlich sei der Gedanke, dass Adolf Harsch nun von seinen körperlichen Schmerzen und Einschränkungen erlöst sei und seinen Frieden gefunden habe. Zugleich richtete er den Blick über den irdischen Tod hinaus. Durch den Sieg Jesu Christi habe der Tod seinen Stachel verloren. Die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi und das ewige Leben schenke Trost und Zuversicht, besonders in den Stunden des Abschieds. So sei der Abschied von einem geliebten Menschen aus christlicher Sicht kein endgültiges Lebewohl, sondern ein hoffnungsvolles „Auf Wiedersehen“.
Musikalische Begleitung des Abschieds
Zu Beginn sang die Gemeinde „O komm mit mir“ (Nr. 111). Der Chor gestaltete den Gottesdienst unter anderem mit dem Lied „Wo ich auch geh und stehe“ (Nr. 447). Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Ich weiß nicht, wann Christus, der König, erscheint“ (Nr. 410) klang der Gottesdienst aus.
In dankbarer Erinnerung bleibt ein Glaubensbruder, der über viele Jahrzehnte mit Hingabe, Tatkraft und Glaubensfreude für seine Gemeinde und die Glaubensgeschwister gewirkt hat. Sein Vorbild im Glauben und seine Liebe zur Gemeinschaft werden unvergessen bleiben.
27. Oktober 2026
Text:
Heiko Scheid
Fotos:
Heiko Scheid
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