Am Mittwoch, dem 8.2.2023, besuchte Apostel Opdenplatz die Gemeinde Groß-Gerau. Eingeladen war auch die Gemeinde Hochheim. Der Gottesdienst stand unter den Eindrücken der Naturkatastophe, welche sich in der Türkei und Syrien kurz zuvor ereignet hatte.
Nach dem Eingangsgebet, dem anschließenden Bibelwort sowie einem Liedbeitrag des Chores war es der Wunsch des Apostels - abweichend von der üblichen Liturgie – ein Fürbittgebet für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien zu sprechen, in welches auch die Kriegsopfer in der Ukraine mit eingeschlossen wurden. Zuvor sang die Gemeinde zwei Strophen aus dem Lied „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Leben“ (GB 430). „Wir sind traurig und es macht uns das Herz schwer“, so Apostel Opdenplatz, „die Leiden der Menschen in den Katastrophengebieten mit anzusehen“ auch wenn wir sonst nichts tun könnten, unsere Gebete für die betroffenen Menschen seien für uns selbstverständlich.
Ich bin der Herr, dein Gott …
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus 2. Mose 20, 2 zugrunde: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.“ „Ich bin der Herr“ kann als Überschrift über alle Gebote gesehen werden, so der Apostel. „Weil ich der Herr dein Gott bin, sollst du…..“ – das könnte der Anfang eines jeden Gebotes sein. So werde die Macht des ewigen Gottes herausgestellt. Wie sähe das Leben auf dieser Erde aus, wenn sich alle Menschen an die zehn Gebote halten würden? Wie sähe unser Leben aus, wenn wir uns an die zehn Gebote halten würden?
Der Gottessohn verspricht, dass er alle Tage bei den Menschen sein wird. Wir dürfen uns bewusst machen, dass Gott immer bei uns ist, auch in Katastrophen und in Traurigkeit. Gottes Nähe erschließt sich aber nur dem Glaubenden. Gottvertrauen ist eine Frucht des Glaubens.
Der Apostel ging auf ein Gebot besonders ein: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.“ Einen Götzen, den es früher schon gab, sei heute noch aktuell: Der Mammon. Im Brief an Timotheus formuliert Apostel Paulus dies sehr deutlich: „Die Geldgier ist die Wurzel alles Übels“ (1. Tim 6, aus 10). Es gehe nicht darum Einkommen zu erwerben, aber das Streben nach Geld und Besitz sollte nicht unser gesamtes Denken und Handeln beeinflussen. Einem Götzen würden die Menschen Opfer darbringen, der Gottessohn jedoch, unterstrich der Apostel, opferte sich selbst für die Menschen.
Nächstenliebe
Jesus lehrte uns die Nächstenliebe: dazu gehöre mit unseren „Nächsten“ zurecht zu kommen. Dazu gehörten z.B. die Jugendlichen in der Gemeinde, unsere (eigenen) Kinder, den Partner, die Eltern usw. Die Liebe zu Jesus Christus soll sich in unserem Lebensumfeld zeigen.
Mit einem Hinweis auf den Gottesdienst für Entschlafene führte Apostel Gert Opdenplatz aus, dass das Gebot der Liebe von Gott komme. Es sei das Gesetz der vollkommenen Freiheit. In der Liebe leben, heiße frei zu sein. Wenn wir völlig uneigennützig lebten, seien wir wirklich frei. Es gelte nicht nur für die räumlich oder zeitlich (die, die in früheren Zeiten lebten) Fernen im Gebet zu gedenken, sondern auch da unseren Nächsten.
Nach einem Predigtbeitrag von Priester Kallenbach, dem Vorsteher der eingeladenen Gemeinde Hochheim, war der Predigtteil beendet. Der Gottesdienst endete mit der Feier der Heiligen Abendmahls, Gebet und Schlusssegen.
Autor: Betram Ermel
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