Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes empfing eine junge Glaubensschwester am 30. April den Segen zu ihrer Konfirmation. Mit dem Gelübde, dem Unguten zu entsagen, bekannte sich Leonie Rohde zum christlichen Glauben. Gottesdienst und Segenshandlung führte Gemeindehirte Friedbert Treber durch.
Hirte Treber richtete seine ersten Worte direkt an die Konfirmandin. Sie habe heute ihren Segenstag und bekäme einen ganz persönlichen Segen. Dann begrüßte er die Familie, Freunde und die ganze Gemeinde und erinnerte die Zuhörer an die eigenen Konfirmationen und die empfangenen Segnungen.
Von Gott gelehrt werden
Hirte Treber lenkte Konfirmandin und Gottesdienstteilnehmer auf die Psalmworte (Psalm 143,10): „Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn.“ Der Psalmist habe gebeten, von Gott gelehrt zu werden. Dies sei auch eine Orientierung für unsere Lebensführung: Das tägliche Leben in Gottes Hand legen, den Tag mit Gott beginnen.
Den Willen Gottes kennen
Wie erfahre ich, so stellte Hirte Treber die Frage aus dem Psalmwort, was Gott wohlgefällt, was sein Wille ist? Das alte Bundesvolk habe den Willen Gottes in den zehn Geboten erfahren, die ihnen Gott durch Mose übermittelt habe. In den Geboten sei Harmonie für eine gute Lebensführung zu finden.
Den Willen Gottes verstehen und tun
Gott wolle dem Menschen, so Friedbert Treber, in den Geboten eine Lebenshilfe geben, in Harmonie miteinander zu leben. Es sei Aufgabe des christlich orientierten Menschen, sich nach diesen Geboten auszurichten. Der Mensch sei nicht fehlerlos, nicht sündlos. Darum habe Gott seinen Sohn gesandt, der für unsere Sünden bezahlt habe. Demut vor Gott sei die Grundvoraussetzung die Wirksamkeit der Gnade Gottes zu erfahren. Den Willen Gottes erführen wir durch einen Blick auf die Lebensführung Jesus. Hirte Treber riet der Konfirmandin und den Zuhörern, die eigene Lebensführung mit der des Sohnes Gottes abzugleichen. Wie wir im „Vaterunser“ beteten, so legten wir unseren Willen in den Willen Gottes.
Zur Konfirmandin gewandt, fuhr Hirte Treber in seiner Predigt fort und richtete die Gedanken in die Zukunft. Nicht immer würde alles im Leben gut verlaufen. Dann gälten Petrus‘ Worte (1. Petrus 3,12): „Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet.“ Es gelte, im Gebet einmal zurück zu schauen, was Gott alles an mir getan habe; sich im Gebet Jesus anzuvertrauen und darin Kraft finden.
Im Predigtbeitrag gab Diakon Jürgen Euler der Konfirmandin einen Rat aus eigenem Erleben. Er verwies auf sein Lieblingslied (GB 371) „Stern auf den ich schaue“ und riet ihr, Gott, Jesus in alle Lebensentscheidungen miteinzubeziehen.
Mit einem gemeinsamen Lied (GB 314) „Herr Jesu, dir zu leben“ leitete Hirte Treber die Gemeinde auf die Segenshandlung zur Konfirmation. Diakon Samuel Euler verlas einen Brief des Stammapostels Jean-Luc Schneider, den er an alle diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden gerichtet hat.
Nach der Bekenntnisfrage des Hirten, antwortete die Konfirmandin mit dem Konfirmationsgelübde der Neuapostolischen Christen und empfing den Segen Gottes zu ihrer Konfirmation.
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