Am 6. August 2023 fanden sich Gemeindemitglieder, viele Gäste und Freunde zur Feier einer Silberhochzeit zusammen. Im Mittelpunkt standen Brautpaar Claudia und Markus Freisleben, Versammlungsort war die Neuapostolische Kirche in der Breslauer Straße. Die Hochzeit wurde umrahmt von einem gemischten Chor mit Gastsängern, einem Männerquartett der Familie und den Chor begleitende Querflöten. Den Festgottesdienst führte Bezirksvorsteher Mario Rieth durch.
Mit dem Lied „Gut, dass wir einander haben“ (Text und Komposition Manfred Siebald), leitete der Chor den Gottesdienst ein. Dieser begann freudig, spaßig, da Bezirksälteste Rieth ungewollt nur einen Teil des Bibelwortes vorlas und den Querflöten die Noten vom Ständer fielen. Dirigent Ole Treber überbrückte das Notenherrichten mit einem verlängerten Vorspiel auf dem Klavier und Dienstleiter Mario Rieth vervollständigte im Anschluss das für den Gottesdienst vorgesehene Bibelwort.
Gut, dass wir einander haben
Mit Hinweis auf das Malheur, gekürztes Bibelwort und verlorene Noten, sagte Mario Rieth, dass nicht immer alles fehlerfrei funktioniere. Dies gelte bestimmt auch, so sprach er das Brautpaar an, für 25 Ehejahre. Der Liedtext des Chorliedes beschreibt die Bedeutung und den Wert von Gemeinschaft, betont, wie wichtig es ist, dass wir einander haben und auf einem gemeinsamen Weg gehen. In der Ehe und in einer Gemeinde. Gott ist in unserer Mitte, er begleitet uns.
Gott sieht mich
Die Predigt von Mario Rieth basierte auf einem Bibelwort aus dem Alten Testament (Gen. 16,13): „Und sie nannte den Namen des Herrn, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht. Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat.“ Nach Schilderung des Kontextes zum Wort und der Lebenssituation der Hagar (Sklavin im Hause Abrahams), sagte der Bezirksvorsteher zur Gemeinde gewandt, dass Hagar die Erkenntnis hatte, dass Gott sie sähe. Dies gelte auch in unserer Zeit: Gott sieht dich. Und zum Brautpaar gewandt, gelte dies auch in einer Ehe. Der Bezirksvorsteher ging auf einen Brief ein, den ihm die Kinder des Brautpaares geschrieben hatten. Mit lieben Worten gaben sie ein Zeugnis von der Liebe der Eltern zu ihnen. Nicht immer sei alles in geraden Bahnen gelaufen. Auch Hagar sei in ihrer Lebenssituation verzweifelt gewesen. Aber sie hätte eine Begegnung mit einem Engel des Herrn gehabt, der ihr Zuversicht und Kraft vermittelt habe. Wie in einer Ehe , in einer Familie gibt es Augenblicke des "sich alleine Fühlens". „Gut, dass wir einander haben“ und einmal in den Arm genommen werden.
Er sieht auch dich
Die Erkenntnis und Gewissheit der Hagar möge auch in uns Kräfte freisetzten, vor schwierigen Situationen nicht zu fliehen, sondern uns zu bemühen, sie zu meistern. Gott sieht uns, er sieht alles. Das mache uns keine Angst, so Mario Rieth, er sieht auch das Gute in uns. Auch Jesus hätte alles gesehen. Kranke und Aussätzige hätte er gesehen und geheilt.
Mit dem Hinweis auf das Kinderlied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ beendete der Bezirksälteste die Predigt: „Gott im Himmel hat an allen (Kindern), seine Lust, sein Wohlgefallen. Kennt auch dich und hat dich lieb.“
Schau du auch auf ihn
Gemeindehirte Treber (Bruder und Schwager des Brautpaares) verwies in einem Predigtbeitrag noch einmal auf Hagar. Gott habe nach ihr gesehen, aber auch Hagar habe nach Gott geschaut. (gem. dem Bibelwort „Gewiss habe ich hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat“). Gott sähe uns in all unseren Lebenssituationen - und wir schauten auf ihn! Was, so fragte Friedbert Treber die Gemeinde, bedeute es auf Gott zu schauen? Sich mit Gott in allen Lebenssituationen zu verbinden; im Gebet, im Hören des Wortes Gottes und ihm dann sagen: hier bin ich, segne mich!
Gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls, zu der auch bekennende Gäste eingeladen waren, dem Segen zur Silberhochzeit und Gratulationen an das Brautpaar, beendeten den Festgottesdienst.
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