Am 6. August 2024 fand, anlässlich des Heimgangs unserer Glaubensschwester Eleonore Kaiser, eine Troststunde auf dem „Alten Friedhof“ in Rüsselsheim statt. Gemeindehirte Friedbert Treber sprach den Angehörigen Trost und Zuversicht zu. Begleitet wurde die Trostpredigt von Orgelmusik und im Anschluss der vergängliche Leib in der Urne bestattet und im Gebet Seele und Geist der Gnade Gottes anbefohlen.
Hirte Treber begann die Predigt mit den Worten des Simeon, als er im Tempel Maria mit dem Kind sah: „Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen“ (Lk. 2.29).
Mit Augen des Glaubens
So wie Maria, führte Friedbert Treber aus, habe auch die Heimgegangene den Heiland der Welt erkennen dürfen. Und als eine gläubige und gottesfürchtige Frau mit Glaubensaugen ihren Gott gesehen. Nun dürfe sie in Frieden hinziehen.
Der Schlüssel zu Gott
Aufgewachsen in der Kriegszeit, musste sie als junger Mensch vieles entbehren. Freude und Leid lagen, wie bei vielen Menschen, nahe beieinander. Früh hat sie ihren Mann verloren aber auch Freude erlebt mit den Enkelkindern. Manches hätte sie sich anders gewünscht, aber – so beschrieb Friedbert Treber ihr Glaubensleben - sie habe in ihrem Glauben an Gott immer wieder Trost, Kraft und Zuversicht für die Zukunft gefunden. Auch zeichne sie ein besonderes Engagement in der Kirche aus. Sie habe im Chor gesungen und auch einen Schlüssel zum Kirchengebäude gehabt, um dort auszurichten, was sie sich vorgenommen hätte.
Ich weiß, wo ich hingehe
Der Schlüssel, so leitete Hirte Treber auf das Ende der Trostansprache, sei ein Sinnbild für das Öffnen einer Verbindungstür. Eleonore Kaiser habe den Schlüssel, den Zugang zu Gott gefunden und habe anderen von dieser Möglichkeit, zu Gott zu kommen, berichtet. Sie habe Glauben behalten bis zuletzt, attestierte ihr Hirte Treber. So habe sie in letzter Zeit wiederholt gesagt: „Ich hab‘ keine Angst vorm Sterben; ich weiß ja wo ich hingehe.“
Hirte Treber, die Angehörigen und Teilnehmer der Troststunde begleiteten die Urne zur letzten Ruhe. Im stillen Gedenken nahm man Abschied von unserer Glaubensschwester Eleonore Kaiser.
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