Am Donnerstag, dem 15.08.2024, nahmen Familie und die Gemeinde Groß-Gerau von Glaubensschwester Gisela Förster Abschied, die überraschend am 07. August im Alter von 93 Jahren in die Ewigkeit gezogen war. Der Vorsteher, Priester Herbert Best, legte dem Trostgottesdienst das Bibelwort aus dem 90. Psalm die Verse 10 und 12 zugrunde. „Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hochkommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe, denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“
Zu Beginn sang der Chor das Lieblingslied der Verstorbenen "Der Herr ist mein Licht". Priester Best führte aus, dass das Leben von Gisela Förster von Schönem aber auch von weniger Schönem geprägt gewesen sei, neben Freude habe es auch mancherlei Enttäuschungen gegeben. Aber sie habe sich stets auf den Herrn verlassen, so wie es in dem vorgetragenen Lied der Sänger heißt: auf ihn „allein verlass ich mich“.! Schön sei es z.B., dass sich die jüngste Tochter um sie gekümmert habe, dass liebe Menschen sich um sie gekümmert haben und nicht zuletzt, dass die beiden Urenkel auf „ihrem“ Hof wohnten.
Weisheit des Herzens
Auf das Psalmwort eingehend führte der Gemeindevorsteher aus, dass das Leben nicht ewig währt und es von mancher Mühe geprägt sei. Wir sollten dies bedenken und entsprechend klug oder – wie es in einer anderen Übersetzung heißt - nach der Weisheit des Herzens handeln. Es stelle sich für jeden von uns die Frage, was wir aus unserem Leben machen würden. "Lehre uns bedenken" so der Psalmist, denn das Leben ist endlich. Keiner wisse, wie viel Zeit ihm im Leben noch bleibe. Der Leib vergeht, die Seele lebe weiter. Daher sollten wir Schätze sammeln, die unvergänglich sind. Gisela Förster habe sich darum stets bemüht und bereits in jungen Jahren Gott gesucht.
Die Verstorbene sei es gewohnt gewesen, stets die Fäden in ihrer Hand zu halten. Durch ihren Tod sei nun eine Lücke entstanden, besonders für ihren Ehemann, mit dem sie 71 Jahre lang verheiratet war. Trotz der Trauer bleibe im Rückblick die Dankbarkeit, die eine Tür zum Trost sei.
In einem weiteren Predigtbeitrag führte Priester Bertram Ermel aus, dass die Verstorbene ein Vorbild im Glauben gewesen sei. Ihren Glaube an Gott und ihr Vertrauen in Gottes Stärke habe sie oft bei Gesprächen hervorgehoben, ebenso ihre Entschiedenheit bei diesem Glauben zu bleiben, zu dem Sie sich bereits im jugendlichen Alter bekannt habe. So bleibe nun die Hoffnung auf ein Wiedersehen, denn die Seele lebe ewig und wir freuten uns als neuapostolische Christen auf ein Wiedersehen bei Gott.
Autor: Bertram Ermel
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