Diesen besinnlichen Tag der Dankbarkeit und des Lobens Gottes, feierten Freunde und Mitglieder der neuapostolischen Gemeinde am 6. Okt 2024 in ihrer Kirche. Sichtbares Zeichen der Dankbarkeit war der mit Früchten geschmückte Altar, sowie eine große Sammlung Lebensmittel der Gemeinde für die „Rüsselsheimer Tafel“.
Die Kirchenleitung der NAK Westdeutschland hatte für diesen besonderen Tag entschieden, dass Bezirksvorsteher in einem anderen, nicht ihrem eigenen, Kirchenbezirk einen Gottesdienst durchführen. Durch diesen Austausch sollten die Gemeinden die Gelegenheit erhalten, auch die Bezirksvorsteher anderer Bezirke kennenzulernen. Aus dem Bezirk Rheinpfalz kam Bezirksältester Stefan Weber in die Gemeinde Rüsselsheim, um mit allen Teilnehmern Erntedank gemeinsam zu feiern. Die Orgel, der Gemeinde- und der Kinderchor begleiteten musikalisch den Gottesdienst.
Saat und Ernte sollen nicht aufhören
Bezirksältester Stefan Weber stellte über die Predigt die Bibelworte „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8, 22). Diese Zusage Gottes, so der Bezirksälteste, sei Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen. Zu den Menschen, die seinen Rettungsplan in die Arche zu gehen, angenommen hätten. Gott gebe die Ernte. Aber der Mensch, führte Stefan Weber aus, müsse vorher säen, seinen Beitrag dazu leisten. Wir könnten glauben, dass Gott alles in seiner Hand hielte und aus Nichts alles gemacht habe. Wie er das gemacht habe sei für uns nicht wichtig, sondern ihn dafür zu loben, zu preisen ihn anzubeten und ihm zu danken.
Gaben und Geber wertschätzen
Hinweisend auf den geschmückten Altar und die Sammlung für die Tafel sagte Stefan Weber, auch das sei Zeichen der Dankbarkeit: Abgeben von dem, was wir von Gott empfangen hätten. Diese Gaben aber auch wertschätzen. Wie viele Nahrungsmittel würden täglich vernichtet, nicht mehr wertgeschätzt.
Wertgeschätzte Gaben von lieben Menschen, bekämen einen besonderen Platz. Andere verlören unsere Wertschätzung, weil sie selbstverständlich geworden seien. Wüssten wir noch, so fragte der Bezirksvorsteher, wo das Geschenk sei, welches wir vor zwei, drei Jahren zu Weihnachten bekommen hätten? Denken wir einmal darüber nach, was uns Gott schenkt. In der Gotteskindschaft, der Gemeinschaft in seiner Kirche, Zuneigung von Schwester und Bruder im Beten füreinander. Danke, dass es dich gibt! Gnade in der Vergebung der Sünde, im Teilen von Brot und Wein. Dankbarkeit zeige sich auch in der Wertschätzung der Gnade in Tat, Reue und Besserung.
Einen Altar bauen – wie Noah
Gemeindevorsteher Friedbert Treber stellte die Frage, wie Gott richtig zu danken sei. Er verwies ebenfalls auf Noah. Noah, wie alle Menschen, hätten die Zusage der Saat und Ernte bekommen. Noah habe nach seiner Errettung und aus Dankbarkeit Gott einen Altar gebaut. Der Altar sei ein Symbol des Dankopferns. Friedbert Treber rief auf, dem Beispiel Noahs zu folgen und einen Altar der Dankbarkeit zu bauen. Opfern, loben, danken, singen, musizieren wir dem allmächtigen Gott. Und das nicht nur am Erntedank-Sonntag.
Spende für die Tafel
Besonders beeindruckend war an diesem Sonntag die große Sammlung an Lebensmitteln, die von den Gemeindemitgliedern für die "Rüsselsheimer Tafel" gespendet wurden und die im Eingangsbreich des Kirchenschiffs zu sehen war. Diese Spendenaktion zeigte, wie wichtig der Gemeinschaft der Gedanke der praktischen Nächstenliebe ist. Am nächsten Tag wurden die gesammelten Lebensmittel von Helfern und Unterstützern der Tafel abgeholt, die sich beeindruckt von der Großzügigkeit und dem Engagement der Gemeinde zeigten. „Wir sind überwältigt von der großen Spendenbereitschaft“, äußerte einer der Helfer dankbar.
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