Am Mittwoch, dem 18. Dezember 2024, wollte der am 3. Advent in Mainz neu beauftragte Bezirksvorstehervertreter Priester Dirk Rauscher seinen ersten Gottesdienst in dieser neuen Funktion in der Gemeinde Groß-Gerau halten. Die Gemeinde sollte mit seinem Besuch überrascht werden – doch die eigentliche Überraschung erlebte Priester Rauscher, als Apostel Gert Opdenplatz unerwartet in die Sakristei trat.
Der Gottesdienst basierte auf dem Bibelwort aus Lukas 1, 21-22, in dem der Engel Gabriel dem Priester Zacharias die Geburt seines Sohnes Johannes ankündigt. Aufgrund seines Zweifels verstummte Zacharias, bis Johannes geboren wurde.
Zu Beginn der Predigt ging der Apostel auf das Eingangslied ein, das dazu auffordert: „Gott ist in der Mitte, alles in uns schweige.“ Er betonte, wie wichtig es sei, Stille in sich zu schaffen, um Gottes Wort und die leisen Impulse des Heiligen Geistes wahrnehmen zu können. Diese innere Stille sei oft schwierig zu erreichen, aber notwendig, um sich von göttlichen Eingebungen berühren zu lassen.
Der Apostel riet zudem, in Situationen des Ärgers einmal bewusst zu schweigen, statt unbedachte Worte zu äußern, die verletzen könnten. Nicht immer müsse man darauf bestehen, im Recht zu sein. Oft sei eine „stumme“ Predigt, die durch Taten statt durch Worte vermittelt werde, wirkungsvoller und tiefgehender als viele Worte.
Beiträge und Impulse
In einem Predigtbeitrag stellte Priester Rauscher fest, dass er an diesem Abend selbst der Überraschte war, und zog den Vergleich zu den Worten Jesu aus Matthäus 24, 44: „Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr‘s nicht meint.“
Priester Ermel wies in einem weiterer Beitrag darauf hin, dass Stille auch beim Erkennen der eigenen Schwächen hilfreich sei.
Fotos: Betram Ermel
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