Der 4. August 2024 war für die Gemeinde Groß-Gerau ein besonderer Tag: In diesem Gottesdienst empfingen Priester i. R. Wilfried Schuricht und unsere Glaubensschwester Ulrike Möller den Segen zu ihrer Hochzeit. Musikalisch wurde der Gottesdienst feierlich vom durch Hochzeitsgästen verstärkten Chor, einem Ensemble und Solisten umrahmt. Als das Brautpaar den Kirchenraum betrat, wurde das Lied „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ mit Violine und Orgel vorgetragen.
Der Vorsteher, Priester Herbert Best, legte dem Gottesdienst ein Wort aus Galater 6, 2 zugrunde: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“, mit dem der Leiter der Neuapostolischen Kirche, Jean-Luc Schneider, eine Woche zuvor predigte. Die Lasten könnten unterschiedlich aussehen. Es gebe unter anderem
- Die Last der Ungerechtigkeit
- Die Last der Sorge, der Krankheit
- Die Last der Sünde
- Die Last des Gesetzes
Zum Beispiel sollten wir vorsichtig sein im Umgang mit den sozialen Medien, d.h. uns vorher gut überlegen, was wir mit wem teilen und warum. Auch sollten wir uns freuen, wenn es unserem Nächsten gut geht, so der Vorsteher und wollen versuchen ihm bei seiner Last zu helfen oder sie gar abnehmen. So könnten wir das Gesetz Christi erfüllen, nämlich unseren Nächsten so zu lieben, wie wir uns lieben. Das hat uns Jesus Christus vorgelebt.
Im Leben gelte oft das Prinzip „Geben und Nehmen“. Wir sollten mehr Gebende sein. So "nehme" sich ein Verliebter den Anderen, der Liebende aber gebe sich dem anderen hin. Das Brautpaar habe sich in allen Lebenslagen gegenseitig stets unterstützt. Genauso sollten auch wir mit unserem Nächsten umgehen, ihm beim Bedarf helfen und in schweren Tagen zur Seite stehen.
Befiehl dem Herrn deine Wege …
Priester in Ruhe Schuricht war lange Jahre Vorsteher der Gemeinde Goddelau und auch der Gemeinde Nauheim. Priester Best sagte, er kenne den Bräutigam schon seit vielen Jahrzehnten. Es habe sich nicht vorstellen können, dass er einmal für seinen ehemaligen Jugendleiter und Vorsteher den Segen zur kirchlichen Hochzeit spenden dürfe.
Das Trauwort für die Segenshandlung steht im Psalm 37,5: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn. Er wird es wohl machen“. Eigentlich, so der Vorsteher, könne er heute eher die Silberhochzeit statt die „Grüne“ halten. Das Brautpaar sei schon seit 43 Jahren befreundet. Daher müsse man ihm nicht viel über die Liebe erzählen. Wilfried habe seiner jetzigen Frau schon immer geholfen, wann immer es nötig war. Und stehe Ulrike ihm tatkräftig und liebevoll zur Seite.
Beide haben „Ja“ zueinander gesagt, obwohl sie ihre Stärken und Schwächen gut kennen. In ihrer Ehe mögen Blicke schon ausreichen, um den anderen zu verstehen und zu wissen, was er oder sie brauche. Grenzenloses Vertrauen auf Gottes Hilfe in der Gewissheit, dass ER alles wohl mache, die Freude im HERRN und sein Friede mögen das Paar stets begleiten. Priester Best riet auch oft miteinander zu beten. Nach dem Trausegen sang das Duett das Lied „Freuet euch im Herrn allewege.
Im Anschluss konnten die Hochzeitsgäste mit dem Brautpaar auf ihr Wohl anstoßen und bei einer Tasse Kaffee von den köstlichen italienischen petit fours genießen.
Autor: Kim Sehring
Fotos: Jürgen Sehring
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