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Gottesdienst in der Matthäuskirche -
Segen zur silbernen Hochzeit

 

Am Sonntag, 23. August 2026, feierte die neuapostolische Gemeinde Rüsselsheim einen besonderen Gottesdienst in der Matthäuskirche, in dem Jeanette und Diakon Jürgen Euler den Segen zu ihrer silbernen Hochzeit empfingen. Geleitet wurde der Gottesdienst vom Gemeindevorsteher, Hirte Friedbert Treber.

Da die Neuapostolische Kirche in Rüsselsheim zurzeit umfassend modernisiert wird und das Platzangebot am derzeitigen Interimsstandort in Walldorf nicht ausreichte, stellte die evangelische Martinsgemeinde Rüsselsheim die Matthäuskirche zur Verfügung.

Grundlage des Gottesdienstes war das vierte Gebot aus 2. Mose 20, aus 12:

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“

Wie kann ein unvollkommener Mensch ein gottgefälliges Leben führen? Gott habe den Menschen seine Gebote nicht als Strafandrohung, sondern als liebevolle Hilfe und Orientierung gegeben, führte Hirte Treber aus.

Das vierte Gebot begleite uns dabei durch unterschiedliche Lebensphasen. Zunächst übernehmen Eltern Verantwortung für ihre Kinder, später unterstützen und versorgen die erwachsenen Kinder möglicherweise ihre Eltern. Und auch wenn diese bereits verstorben sind, bleibt die dankbare Erinnerung.

Jesus selbst habe gezeigt, dass bei aller Achtung gegenüber den Eltern die Verbindung zu Gott über allem steht. Als seine Eltern den zwölfjährigen Jesus nach langer Suche im Tempel fanden, antwortete er:

„Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?“ (Lukas 2,49)

Ein weiteres Beispiel gab Jesus am Kreuz. Trotz seines eigenen Leidens sorgte er für seine Mutter und vertraute sie der Obhut seines Jüngers Johannes an (Johannes 19,26.27). So zeige sich, dass Achtung, Dankbarkeit und Fürsorge das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern prägen sollen.

Liebe wird sichtbar

In einem Predigtbeitrag griff Priester Michael Zimelske den Gedanken der Liebe auf. Wer Gott in sein Leben hineinlässt, könne erleben, wie seine Liebe im eigenen Handeln sichtbar wird. Mit Blick auf das Silberhochzeitspaar stellte er fest, dass eine Ehe ohne Liebe nicht über 25 Jahre Bestand haben könne. Auch Kinder lernten dort Liebe weiterzugeben, wo sie selbst Liebe erfahren.

„Dient einander“

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wandte sich Hirte Treber an Jeanette und Jürgen Euler. Nach 25 gemeinsamen Ehejahren sei dies ein Tag der Dankbarkeit für Zeiten großer Freude, aber auch für gemeinsam durchlebte Traurigkeit und Trauer. Ihren Weg hätten sie mit Gott begonnen und wollten ihn auch mit Gott weitergehen.

Als Wort zum Geleit gab er ihnen 1. Petrus 4, aus 10 mit:

„Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.“

Dienen sei für Jeanette und Jürgen kein Fremdwort - in ihrer Familie, in der Gemeinde, insbesondere in der Kinderarbeit, und in ihrem weiteren Umfeld.

Auch künftig gelte es, danach zu fragen, wie einer dem anderen mit seinen Gaben helfen könne. Zugleich solle man vom Partner nicht etwas erwarten, wozu dieser gerade nicht in der Lage sei. So könne die Liebe davor bewahrt werden, einseitig zu werden, und beide könnten Hand in Hand ihren gemeinsamen Weg fortsetzen. Auch die Vorfreude auf die verheißene Zukunft beim Herrn möge ihnen dabei Kraft geben.

Der Segen zur silbernen Hochzeit solle nicht allein Jeanette und Jürgen gelten. Auch ihre Kinder und die ganze Familie dürften davon profitieren. Damit schloss sich der Bogen zum Gedanken des Gottesdienstes über die Verbindung zwischen Eltern und Kindern.

Zu den Klängen von „Gottes Liebe, Gottes Gnad hat herrlich dich geführet“ (Chorbuch 328) traten Jeanette und Jürgen Euler vor den Altar und empfingen den Segen zu ihrer silbernen Hochzeit.

Nach Dankgebet und Schlusssegen beschloss das Orchester den Gottesdienst mit dem in neuapostolischen Kreisen wohlbekannten „Halleluja“ von Hermann Ober.

Zu Gast in der Matthäuskirche

Ein besonderer Dank gilt Pfarrer Andreas Jung, Gemeindesekretärin Steffi Mogler und dem Kirchenvorstand der evangelischen Martinsgemeinde für die unkomplizierte Überlassung der Matthäuskirche  in der Böllenseesiedlung . Die Gemeinde Rüsselsheim hat sich in der schönen Kirche sehr wohlgefühlt und ist dankbar für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, diesen besonderen Gottesdienst dort feiern zu können.

Text: Tobias Hempel
Fotos: Marcel Meegdes

 

 

 

 

 

 

23. August 2026

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Blick in die Gemeinde vor dem Gottesdienst
Orchester aus Gemeinde und Familie
Das Schiff war gut gefüllt mit über 120 Teilnehmern
Ungewohnt für apostolische Gottesdienstbesucher: Predigt vom Pult
Gemeindevorsteher Hirte Friedbert Treber
Priester Michael Zimelske bei seinem Prediktbeitrag
Aussonderung des Heiligen Abendmahls in ungewohnter Blickrichtung
Blick in die Gemeinde vor der Segenshandlung
Ansprache an das Jubliäumspaar
Das Silberhochzeitspaar lauscht dem Vortrag des Orchesters
Die Segensspendung
Außenansicht der evangelischen Matthäuskirche
 

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