Am Sonntag, 3. August 2025 führte Apostel Opdenplatz für den Kirchenbezirk Mainz in der Neuapostolischen Kirche in Rüsselsheim einen Gottesdienst durch. Geschwister der Gemeinde Hochheim waren nach Rüsselsheim eingeladen, alle anderen Gemeinden konnten den Gottesdienst per IPTV erleben. Besondere Augenblicke erlebte Diakon Jürgen Kraus, der in diesem Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet wurde, und Cornelia und Matthias Behre, die den Segen zu ihrer silbernen Hochzeit empfingen.
Thema des Gottesdienstes waren das 9. und 10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat. (2Mo 20,17).
Apostel Opdenplatz führte aus, dass die Zehn Gebote in ihrem Wortlaut in einem konkreten historischen Kontext eingeordnet werden müssen, in die Lebenswirklichkeit und das Geschlechterverständnis dieser Zeit. Ihre grundlegende Botschaft sei jedoch noch immer zeitgemäß. Jesu Gebot der Gottes- und Nächstenliebe löse diesen mosaischen Gesetzen nicht ab, sondern umfasse sie (vergleiche z.B. Matthäus 20, 37-40). Begehren nach Essen und Trinken, materiellem Erfolg oder Anerkennung seien an sich nicht verwerflich. Das Gebot der Nächstenliebe setze dem jedoch Grenzen, dann nämlich, wenn daraus eine Gier ohne Rücksicht wird.
Unter der Bedienung des Heiligen Geistes, so Apostel Opdenplatz, erhalten wir Kraft, unser Ansinnen und Verhalten zu überprüfen und übertriebe Gier zu überwinden. Vielmehr wird ein neues Begehren in uns geweckt: Gott zu gefallen, dem Vorbild Jesu ähnlicher zu werden und schließlich die ewige Gemeinschaft mit Gott zu erlangen.
Ruhesetzung
Nach Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls verabschiedete Apostel Opdenplatz Diakon Jürgen Kraus aus der Gemeinde Hochheim in den Ruhestand. Seiner Ansprache legte er die Worte aus Hebräer 6, 9.10 zugrunde: Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. Wir begehren aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende.
Segen zur Silbernen Hochzeit
Die Ansprache zur Silbernen Hochzeit von Cornelia und Matthias Behre aus der Gemeinde Rüsselsheim eröffnete der Apostel mit dem Gedanken, dass das Erleben dieses Hochzeitsjubiläums im Kreis der Familie keine Selbstverständlichkeit sei. Die letzten Jahre seien durch Zeiten großer Sorgen und Krankheit geprägt gewesen. Doch jetzt sei Zeit der Dankbarkeit und der Freude. Entsprechend habe er ein Bibelwort zum Geleit gewählt. Das Volk Israel hatte manche Rückschläge erleben müssen, konnte jedoch schließlich zum Ausdruck bringen: Zu der Zeit wird man sagen: »Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil. (Jesaja 25,9)
Abschluss
Nach Dankgebet, Segen und Dreifachem Amen bedankte sich unser Bezirksvorsteher, Bezirksältester Mario Rieth bei Schwester Dorothee Pfister für ihren langjährigen Einsatz als Musikbeauftragte und Dirigentin im Bezirk Mainz. Die Chöre aus Hochheim und Rüsselsheim mit dem Rüsselsheimer Gemeindeorchester schlossen den Gottesdienst mit dem Liedvortrag: „Er kommt, er kommt, der starke Held … In Ewigkeit erschalle dir Anbetung, Preis und Dank!“
Text: Tobias Hempel
Fotos: Cornelia Behre, Jürgen Euler, Tobias Hempel
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