In Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene trafen sich die Glaubensgeschwister der Gemeinde Groß-Gerau, am Samstag den 05.11.2022, auf einem Groß-Gerauer Friedhof.
Nach einem Gebet sprach der Gemeindevorsteher Priester Herbert Best zu den Anwesenden und stellte fest, dass viele Menschen auf Hilfe hoffen, wenn es ihnen elend geht. So sei das auch in der jenseitigen Welt. Auf die Frage, woher die Hilfe kommt, zitierte der Vorsteher ein Wort des Psalmisten: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121, Vers2)
Gott will ewige Gemeinschaft mit den Menschen
Jesus Christus hat das Böse und den Tod besiegt. Die Errettung bestehe weder darin, dass das Leid der Menschen beendet, noch das Entschädigung für erlittenes Ungemach geleistet werde. Gott gibt viel mehr, so Priester Best, er möchte die Menschen in seine Herrlichkeit führen und somit in eine ewige Gemeinschaft mit ihm. Diese Verheißung gilt Lebenden und Toten gleichermaßen, so der Vorsteher: Schaue auf zu Jesus Christus. Wer an ihn glaubt, sein Wort hört und die Sakramente empfängt, der kann aus der Gefangenschaft des Bösen befreit werden und Zugang zum ewigen Leben erlangen.
Danach begaben sich die Versammelten an die Gedenkstätte des erst im August heimgegangenen Bezirksältesten i.R. Eberhard Peter und legte einen Blumenstrauß nieder. Der ursprünglich aus Kassel stammende Bezirksälteste war von 1985 bis 1991 Gemeindevorsteher der Gemeinde Groß-Gerau, später Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Rüsselsheim (bis 2009) und nach der Zusammenlegung der beiden Kirchenbezirke Mainz und Rüsselsheim, bis zu seiner Ruhesetzung im Jahr 2012, des neuen Kirchenbezirks Mainz. Es wurde auch an andere verstorbene Gemeindemitglieder gedacht, die auf den beiden Friedhöfen der Stadt beigesetzt wurden.
Gemeinsam gingen die Versammelten zu einem weiteren Grab verstorbener Gemeindemitglieder. Hier berichtete der Vorsteher von den Gräueltaten, die an Menschen im Gerauer Land zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges verübt wurden. Aufgrund der Kriegsumstände waren die Ortschaften im hessischen Ried nahezu menschenleer. Es sei, so Priester Best, für viele Seelen aus den jenseitigen Bereichen nicht einfach zu vergeben. Es gelte daher nicht nachzulassen für diese Seelen innig einzutreten, dass sie zum Glauben an Jesus Christus kommen, die Sakramente erlangen und vergeben können.
Mit einem gemeinsam gesprochenen „Unser Vater“ und einem Schlussgebet endete die Andacht.
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