Der 20. November 2024 war ein besonderer Feiertag für die Kirchengemeinde Groß-Gerau - Priester i.R. Jakob Best beging seinen 100. Geburtstag. Das nahm Bischof Jürgen Kramer zum Anlass, ihn mit seinem Besuch die Ehre zu erweisen.
Anlässlich des Buß- und Bettags legte der Bischof der Predigt ein Bibelwort aus Psalm 130 , 3 zugrunde. „Wenn du, Herr, Sünden anrechnen willst –Herr, wer wird bestehen?“. In der Predigt führte Bischof Kramer aus, dass der Psalmist seine eigene Sündhaftigkeit, seine Bedürftigkeit erkannte und sich in dieser Not Gott zuwandte. Die Größe Gottes könnten wir nicht ergründen - wohl aber seine Größe anerkennen und uns in Demut zu ihm wenden. Hinwendung zu Gott sei besonders dann wichtig, wenn wir uns nicht gut fühlten, wenn der Glaube einmal schwach sei. Buße sei keine Art des "Kleinmachens" oder eine Aufforderung uns "schlecht zu fühlen" sondern eine Grundhaltung in der Beziehung des Menschen zu Gott. Diese Grundhaltung sei geprägt von Anbetung Gottes, Demut, und Erkenntnis unserer eigenen Schwachheit und der damit verbundenen Hilfsbedürftigkeit.
Das Gebet
Ein weiterer Aspekt des Buß- und Bettages sei das Gebet - so Bischof Kramer. Ein Gebet solle Anbetung Gottes, Dank, Bitte und Fürbitte enthalten. Bitten seien leicht zu formulieren - es lohne sich aber einmal besonders das Augenmerk auf die Anbetung Gottes zu legen. Wort zu suchen, die Anbetung formulieren, das schaffe neue Perspektiven und neue Gedanken. Auch könne es sinnvoll sein, einmal im Gebet inne zu halten, zu schweigen und in dieser Ruhe in einen Dialog mit Gott zu kommen, der sich so offenbaren könne.
Richtig beten
Priester Herbert Best, Gemeindevorsteher von Groß-Gerau, führte in einem Predigtbeitrag aus, dass wir eine Hausaufgabe hätten: Rechtes Beten. Er stellte Allen die Frage: "Betest Du, wenn Du betest?" Beten solle nicht aus Pflicht oder Gewohnheit erfolgen sondern möge ein Bedürfnis des Herzens sein.
Blumen für den Jubilar
Nach dem Gottesdienst erhielt Priester in Ruhe Jakob Best anlässlich seines 100. Geburtstages einen Blumenstrauß. Einen weiteren Strauß bekam der Vorsteher, Sohn des Jubilars, der ebenfalls an diesem Tag Geburtstag hatte.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, sich bei einem Umtrunk auszutauschen, zu dem die beiden Jubilare die Gemeinde eingeladen hatte.
Autor: Betram Ermel
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