Den ersten Gottesdienst des neuen Jahres, mit besonderem Jahres-Motto, leitete Bischof Matthias Schäfer in der Gemeinde Rüsselsheim. Begleitet wurde er von der Bezirksleitung Mainz. Chor und Orchester der Gemeinde umrahmten musikalisch Predigt und Gottesdienst.
Die versammelte Gemeinde begann mit Andacht, Gesang und Gemeinschaft das neue Jahr. Alles hat seine Zeit (nach Prediger 3,1-8); so begann Bischof Schäfer die Predigt, rezitierte weitere Verse aus dem Bibelwort und endete mit dem Vers, dass Gott auch die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt habe. Gott habe dem Menschen ins Herz gelegt, nach dem zu fragen, was wichtig sei.
Auch wir, so schlug Bischof Schäfer die Brücke in das Heute, haben viele Fragen. Was bringt uns das neue Jahr? In einer Zeit der Unsicherheit, der Ängste und Bedrohungen, so sagte der Bischof, haben gläubige Christen einen hohen Anspruch an Trost, Zuversicht und Orientierung auf ein Glaubensziel.
„Fürchte dich nicht – glaube nur!“.
Diese Jesusworte richtete der Bischof als das Jahres-Motto für 2026 an die Gemeinde. Trost, Zuversicht und Orientierung auf ein Glaubensziel böte Jesus in seiner Heilsbotschaft. Eingehend auf den Kontext des Geschehens zum zitierten Motto sagte Bischof Schäfer: Auch der Synagogenvorsteher Jairus habe sich in seiner Verzweiflung an Jesus gewandt. Alle Umstehenden hatten das Töchterlein des Mannes aufgegeben. Aber Jesus erstarkte den Jairus mit den Worten: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Markus 5, 36). Im Haus des Jairus erweckte Jesus das Mädchen zum Leben.
"Habt keine Angst - Ich bin bei euch."
Lähmende Angst gelte es zu überwinden und auf die Macht und Hilfe Gottes zu vertrauen. "Habt keine Angst!" So habe Jesus seine Jünger getröstet, "glaubt an Gott und glaubt an mich". Der Heilige Geist vermittele uns die Nähe Jesus in uns. Der Bischof forderte die Gemeinde auf der Zusage Jesus „Ich bin bei euch“ zu glauben. Diese Zusage nähme Angst und schenke Trost und Zuversicht. Der Glaube sei der Weg zum Heil und münde in dem Glaubensziel, dass Jesus wiederkommen wird (KNK).
In einem Predigtbeitrag fokussierte der Gemeindevorsteher Friedbert Treber auf die Personalität der Jesusworte: „fürchte dich! nicht“. Es sei Jesus, das möge uns bewusst sein, der diese Worte ganz persönlich an uns richte. Die dann folgende Aufforderung Jesus „glaube nur!“ könne, ja sie müsse unsere Entscheidungen des neuen Jahres beeinflussen.
Glaube nur! Bedeute nicht, sagte der Bezirksvorsteher Mario Ried im Wortbeitrag, dass es für Gläubige keine Sorgen oder Ängste gäbe. Auch der Synagogenvorsteher habe Angst gehabt. Aber er habe geglaubt, wenn einer helfen kann, dann sei es Jesus Christus. So ist auch unser Glaube. Kein „Allerweltsglaube“, sondern eine tiefe, positive Glaubenshaltung, die Hoffnung, Freude und die Gewissheit vermittele, dass Gott in schwierigen Zeiten führt und für einen sorgt. Unser Glaube sei voller Leben und Zuversicht.
Nach dem gemeinsamen Heiligen Abendmahl, beendete Bischof Schneider den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen. Der Gemeindevorsteher lud im Anschluss die Gemeinde ein zu einem „Neujahrsempfang“ und Gesprächsaustausch in die unteren Räum der Kirche.
Ergänzung: Im Zentralgottesdienst am 30. November 2025, ernannte Bezirksapostel Pöschel vier neue Bischöfe. Für den Süden der Gebietskirche Westdeutschland, wird Evangelist Matthias Schäfer (50) als Bischof für die Bezirke Frankfurt, Mainz, Rheinpfalz und Wiesbaden zuständig sein.
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