Am Sonntag, 12. April 2026, fand der erste Gottesdienst im Kirchengebäude in Mörfelden-Walldorf statt, das die Neuapostolische Kirche Rüsselsheim während der Renovierung ihres Kirchengebäudes nutzt. Geleitet wurde der Gottesdienst vom Gemeindevorsteher, Hirte Friedbert Treber.
Bereits im Eingangsgebet stellte Friedbert Treber das Kirchengebäude unter den besonderen Schutz Gottes. Es möge in dieser Zeit ein Ort der Begegnung mit Jesus Christus und zugleich der Gemeinschaft unter den Geschwistern sein. Grundlage des Gottesdienstes war sodann das Bibelwort aus Johannes 20,19.20:
Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.
Mit dem Zuspruch „Friede sei mit euch“ eröffnete Hirte Treber den Gottesdienst und stellte diesen Gedanken auch über die kommende Zeit der Nutzung des Interimsstandortes.
Das Bibelwort berichte von der ersten Begegnung des Jüngerkreises mit dem auferstandenen Herrn, so Hirte Treber. Jesus zeigte seine Wunden und machte damit deutlich, welche heilsgeschichtliche Bedeutung sein Opfer hat. Er trat in einen abgeschlossenen Raum, in dem die Jünger sich aus Angst, Sorgen und Unsicherheit zurückgezogen hatten.
Begegnung mit Jesus schenkt Frieden
Friedbert Treber verwies darauf, dass sich diese Situation auch auf die heutige Zeit übertragen lasse: Angesichts weltweiter Entwicklungen, aber auch persönlicher Belastungen durch Krankheit, Sorgen oder Herausforderungen im Alltag und Beruf, kann Unruhe und Unfriede entstehen. Doch wie damals kann auch heute die Begegnung mit Jesus Frieden schenken.
Das Kirchengebäude in Mörfelden-Walldorf kann in dieser Zeit ein solcher geschützter Ort sein – ein Ort, an dem die Gemeinde zur Ruhe kommt, den Blick auf das ewige Heil richtet und neue Kraft schöpft. Die Begegnung mit Jesus, insbesondere im Gottesdienst und in der Feier des Heiligen Abendmahls, schenkt Frieden und macht froh.
Jesus selbst hat die Grundlage dafür gelegt: Er gab seinen Jüngern den Sendungsauftrag und erfüllte sie mit der Kraft des Heiligen Geistes. Aus dieser ersten Begegnung ging ein reicher Segen hervor, der bis heute wirkt.
Zeugnis im Alltag
Die Gemeinde ist eingeladen, diesen Segen nicht für sich zu behalten, sondern wie die Jünger die frohe Botschaft weiterzugeben. Auch wenn sich manche unsicher fühlen, wie sie ihren Glauben bezeugen können, beginnt Zeugnis oft schon im Kleinen – etwa durch die bewusste Teilnahme am Gottesdienst und das gelebte Vertrauen auf Gott im Alltag.
In seinem Mitwirken betonte Priester Preuhs, dass die Jünger sich aus Angst zurückgezogen hatten. Doch Jesus durchbrach diese Abschottung, indem er in ihre Mitte trat. Ebenso kann auch heute die Begegnung mit Jesus Angst überwinden und neuen Mut schenken.
Gelungener Start in neuer Umgebung
Zum Gottesdienst konnten 70 Geschwister begrüßt werden, darunter 26 Sängerinnen und Sänger. Auch die Übertragung per IPTV und Telefon funktionierte am neuen Standort, sodass weitere 18 Geschwister teilnehmen konnten.
Im Anschluss waren alle Teilnehmer zu einem kleinen Empfang in den Nebenräumen und auf der Terrasse eingeladen. Dabei bot sich Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und weitere Informationen auszutauschen.
So war dieser erste Gottesdienst ein gelungener Auftakt für die kommende Zeit am Interimsstandort – getragen von der Zusage Jesu: „Friede sei mit euch!“
Text, Fotos: Tobias Hempel
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