Am 14. Dezember 2025, dem 3. Advent, versammelte sich die Gemeinde Groß-Gerau im Anschluss an den Gottesdienst zur Weihnachtsfeier. Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom gemischten Chor und einer Flötengruppe der Gemeinde incl. Orgel und Horn. Der neben dem Altar stehende Weihnachtsbaum war von den Senioren der Gemeinde während ihres regelmäßig stattfindenden Seniorentreffens in der Woche vor dem 1. Advent geschmückt worden.
Der Gemeindevorsteher, Priester Herbert Best, legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 3,30 zugrunde: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“. Johannes der Täufer, von dem das Bibelwort handelt, war der letzte Prophet des „Alten Bundes“ und wies auf das Kommen Jesu, des Erlösers, hin, so Priester Best. Im „Alten Bund“ galt das Gesetz Moses. Jesus, Begründer des „Neuen Bundes“, hat die Gesetze, die bisher galten, nicht aufgehoben. Vielmehr hat er diese in der Bergpredigt sogar noch ausgelegt und durch das „Gesetz“ der Liebe zusammengefasst. Die Nächstenliebe soll es sein, die unser Denken und Handeln leitet. Errettung sei aber nicht durch gute Taten möglich, vielmehr müsse man Jesum glauben, vertrauen und nachfolgen.
Wesen Jesu muss wachsen
Priester Best erläuterte das Bibelwort: das Wesen Jesu müsse in uns wachsen, wenn wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten wollen; das menschliche Wesen in uns, der alte Adam, hingegen müsse abnehmen. Jesu Wesen nehme zu, wenn wir das Wort Gottes in uns aufnehmen und das Heilige Abendmahl im Glauben empfangen. Jesus Christus heute zu erwarten bedeute sich zurückzunehmen und den Worten Jeus mehr Bedeutung zuzumessen als den eigenen Wünschen sowie das Miteinander von der Liebe zu Jesus und dem Nächsten bestimmen zu lassen
Diakon Maurice Ermel ergänzte in einer Predigtzugabe, dass Raum für Jesus und das Wort Gottes geschaffen werden sollten. Weitere Predigtbeiträge erfolgten durch die Priester Jochen Winter und den Vorstehervertreter, Priester Bertram Ermel.
Weihnachtsfeier mit musikalischem Programm
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für Groß und Klein einen Umtrunk im Foyer. Zwischenzeitlich wurde das Mittagessen von einem Caterer in dem unteren Versammlungsraum angeliefert und aufgebaut. Nachdem alle von dem köstlichen Essen gestärkt waren, erfreuten die Musiker mit mehreren mit Applaus bedachten Vorträgen. So trug z. B. Yannis auf der Geige von der Orgel begleitet zwei mit „Once in a royal Davids city“ und „“O little town of Bethlehem“ zwei Weihnachtslieder vor. Außerdem wurde das allseits bekannte und beliebte „Ave Maria“ von Franz Schubert vorgetragen. Maurice (Horn) rundete mit seiner Schwester Vivienne (Querflöte) das musikalische Programm mit einem Weihnachts-Medley ab.
Dazwischen wurde die Weihnachtsgeschichte „Ein großer Tag für Vater Martin“ von Leo Tolstoi vorgetragen. Zum Ausklang gab es noch genügen Zeit bei Kaffee und einer großen Auswahl von köstlichem, selbstgebackenem Kuchen und Plätzchen Gemeinschaft zu pflegen und sich untereinander auszutauschen.
Autor: Herbert Best
Fotos: Bertram Ermel, Sigrid Lörcher, Vera Petri und Herbert Best
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